Gegen den Tabellenzweiten vom Lübecker TS konnten wir mit nahezu komplettem Kader auflaufen. Bis auf Tobi und Pascal waren alle an Board, sogar Michi mit stark getaptem Fuss war mit von der Partie. Wir wussten aus dem Hinspiel, dass die Gäste gerne mit einer offensiven Deckung aggieren, blitzschnelles Umschaltspiel beherrschen und die Angriffe sehr strukturiert waren. Martin stellte uns vor Spielbeginn genau darauf ein, es galt die Angriffe schon im Ansatz zu stören und in der eigenen Offensive mit viel Bewegung zu arbeiten.
Das Spiel startete recht ausgeglichen, beide Teams waren in der Abwehr sehr präsent, Tore waren in den Anfangsminuten Mangelware. Jedoch konnten wir uns leichte Vorteile erspielen, weil wir in der Abwehr klug standen und Ballgewinne provozierten. Doch die kleine Führung von 5:2 war schnell verflogen, weil Lübeck es zum einem verstand unsere Fehler eiskalt zu bestrafen und wir zum anderen einige gute Möglichkeiten liegen liessen. So blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, ehe wir kurz vor der Pause von 9:9 eine knappe 11:10 Führung erspielen konnten.
Martin war grundsätzlich zufrieden, sprach aber klar die vermeidbaren Fehler in der Abwehr an. Wir mussten noch konzentrierter zu Werke gehen und noch mehr im Mannschaftsverbund arbeiten – hinten wie vorne. Das Spiel würde in jedem Fall in der Deckung entschieden.
Martin sollte Recht behalten, wir packten in der Abwehr noch beherzter zu, machten die Räume eng und störten das Lübecker Spiel so entscheident, dass wir uns den Ball sehr oft erkämpfen konnten. Im Spiel nach vorne münzten wir das z.T. in schnelle Treffer um und waren auch sonst in unseren Angriffen sehr strukturiert. So setzten wir uns über 14:11 auf 23:14 ab. Wir fanden auch auf die zweifache Manndeckung der Gäste immer die passende Antwort, weil wir in dem sich ergebene Raum immer wieder auf die Nahtstellen stiessen und unsere Treffer markierten. Am Ende steht ein verdienter 31:21 Erfolg zu Buche, den sich das Team durch die geschlossene Mannschaftsleistung erspielt hat. Oder wie Norman so treffend feststellte: „Wer am Ende brüllt, brüllt am lautesten!“
Am kommenden Wochenende geht es dann zur SG Glinde/Reinbek, wo uns mit dem Tabellendritten der nächste Hochkaräter erwartet. Wir werden unser Bestes geben, dann wieder an die Leistungen aus diesem Spiel anzuknüpfen.
Tore SC Nahe 08: Michael Bönisch 11, Matthias Roberg 6, Thorsten Hartleff 3, Oke Knies 3 (2), Sören Letsch 2, Jan Flötotto 2 (1), Dennis Saggau 2, Norman Saggau 1

Liga: Herren – Lübecker TS 31:21 (11:10)