Nach der unnötigen Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den Landesligaabsteiger aus Wahlstedt, erwartete uns mit Kaltenkirchen/Lentförden ein Aufsteiger aus dem Kreisgebiet. Ähnlich wie Wahlstedt ist uns die Mannschaft aus Kaltenkirchen zum Teil von vergangenen Spielen aus den letzten Jahren bekannt. Verfolgt man die bisherigen Ergebnisse und Spielberichte, konnte der Aufsteiger gut in der Liga mithalten und gewann bereits einige Spiele – entsprechend gewarnt waren wir vor dem Spiel.

Mit einer erneut vollen Bank im Rücken, begannen wir sehr konzentriert. In der Abwehr wurde konsequent gearbeitet und der ballführende Spieler wurde bei gefährlichen Aktionen entsprechend angegangen. Die Gäste fanden in den ersten 15 Minuten hier kaum eine Möglichkeit für einen aussichtsreichen Abschluss. Und wenn doch ein Wurf aufs Tor kam, stand Flo goldrichtig und konnte diese Bälle entschärfen. Im Angriff konnten wir aus unser stabilen Abwehr raus schnell Akzente setzen und leichte Tore erzielen. Schnell setzten wir uns so mit 4 Toren ab. Nach fortlaufender Spieldauer und einigen Auswechselungen, kam Kaltenkirchen etwas besser ins Spiel. Dennoch konnten wir unseren Vorsprung verwalten und gingen so mit 13:9 in die Pause.
Martin ermahnte uns trotz eines Vorsprungs und einer guten Abwehrleistung nicht fahrlässig mit unseren Chancen im Angriff umzugehen. Sowohl bei den Abläufen, als auch bei der Wurfausbeute, blieben wir unter unseren Möglichkeiten. Das Ergebnis hätte höher ausfallen müssen!
Die 2te Hälfte startete ähnlich wie die Erste. Wieder waren wir konzentriert bei der Sache und wieder konnten wir uns durch eine gute Abwehr und temporeiches Spiel absetzen. Nach ca. 40min hatten wir den Vorsprung auf 6 Tore ausgebaut. Geprägt durch die vermeidlich deutliche Führung, ließ nun – sicher nicht gewollt – die Konzentration nach. Die Gäste verkürzten schnell um 2 Tore. Noch immer waren es 4 Tore Vorsprung, aber was sind schon 4 Tore im Handball? Leider nicht viel, denn wir ließen nun im Angriff die besten Wurfgelegenheiten aus, scheiterten entweder am Torwart oder an uns selbst und verschafften Kaltenkirchen so immer wieder Möglichkeiten den Vorsprung zu verkürzen. Die Abwehr lief inzwischen entsprechen dem fahrlässigen Angriffsspiel auch nicht mehr rund. Zwar konnten wir hier noch immer zT gut arbeiten, aber dennoch fanden teils auch unglückliche Aktionen den Weg ins Tor. Und urplötzlich stand es einige Minuten vor Spielende unentschieden. Kaltenkirchen witterte nun die Chance, dass hier noch mehr geht – während wir völlig von der Rolle waren. Ca 90sek vor Ende waren wir im Ballbesitz und erspielten uns wieder eine aussichtsreiche Chance, die erneut nicht verwertet werden konnte. Entsprechend hatten die Gäste nun den Ball und schafften es trotz ein angezeigtes Zeitspiel, bedingt durch ein gefolgtes Timeout und einer Zeitstrafe, 15 Sekunden vor Schluss weiterhin im Ballbesitz zu bleiben. Diese letzten 15 Sekunden wurden dann weiter runter gespielt, bis 5 Sekunden vor Abpfiff der offensichtliche Wurf aufs Tor kam. Passend zum gesamtem Spiel, fand dieser irgendeine Lücke im Block von 3 Spielern und Flo im Tor.

Unglücklich und dämlich sind sicher zwei Worte die vielen von uns sofort zu diesem Spiel eingefallen sind. Man muss aber auch anerkennen, dass Kaltenkirchen sich nie aufgegeben hat und am Ende clever die Möglichkeiten nutzte, obwohl die Gäste im gesamten Spielverlauf nicht ein einziges Mal geführt hatten. Insofern kann man auf unser Seite wohl eher von eigenem Unvermögen sprechen.
Herzlich Willkommen im Abstiegskampf!

Liga: Herren – HSG Kaltenkirchen/Lentföhrden 23:24