Am vergangenem Samstagabend führte uns der Weg zur Mannschaft des Lübecker TS. Der Gegner war uns bis dato völlig unbekannt, da man aufgrund der Umstrukturierungen der Landesliegen aus selbiger abgestiegen war. Aus den ersten Spielberichten der Gegner war bereits zu vernehmen, dass uns eine offene Deckung erwarten würde. Entsprechend darauf eingestellt, begannen wir das Spiel.
Entgegen der Spielberichte und den damit verbundenen Erwartungen, begann Lübeck mit einer klassischen 6:0 Variante in der Defensive. Dies spielte uns grade in der Anfangsphase in die Karten, da wir uns gegen die passiven Gegner so immer wieder aus dem Rückraum durchsetzen konnten. Wir konnten uns so schnell eine 1-2 Tore Führung herausspielen. In der Abwehr hatten wir dafür aber deutlich Schwierigkeiten die spielfreudigen Gegner entscheidend zu stören. Vor Allem den linken Rückraum bekamen wir nur sehr schwer Zugriff. Zudem agierte die Rückraum Kreis Achse sehr gut und stellte uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Mit zunehmender Spieldauer begann Lübeck nun deutlich offensiver in der eigenen Abwehr zu agieren, bis man zum Ende der ersten Hälfte dann gänzlich auf eine 3:3 Variante umstellte. Zwar konnten wir uns weiterhin durchsetzen bis zum Torabschluss hin, aber nicht mehr mit der Leichtigkeit aus der Anfangsphase. Zudem ließen wir grade in dieser Phase einige hochkarätige Chancen aus. So mussten wir zu Halbzeit dann sogar einen 15:13 Rückstand hinnehmen.
Martin ermutigte uns in der Pause ? wir waren grade im Angriff gut im Spiel. In der Abwehr fehlte es an Abstimmungen. Dies sollten wir nun ändern. Und so kam es dann auch: Die Abwehr stand nun besser. Es wurde deutlich mehr geredet, abgestimmt und für einander ausgeholfen. So konnten wir den vermeidlichen Rückstand schnell verkürzen und waren so durchgehend auf 1-2 Tore dran. Trotz mehrfacher Bemühungen und ausreichend Chancen, konnten wir aber nicht ausgleichen. Die letzten 10Minuten waren ein Sinnbild der kompletten 2ten Halbzeit. Lübeck fand im Angriff kaum noch Abschlussmöglichkeiten und wenn nur durch Einzelaktionen, die z.T. noch von unseren gut aufgelegten Keepern entschärft werden konnten. Wir hingegen schafften es im Angriff aber auch nicht uns entscheidend in Szene zu setzen, um so den erhofften Ausgleich zu erzielen. So mussten wir in der letzten Spielminute noch den ?alten? 2Tore Rückstand hinnehmen. Wir hatten die letzten Sekunden zwar noch Ballbesitzt, aber da Spiel bereits gelaufen war, nutzten wir die Möglichkeit nicht mehr entscheidend aus.
Eine Randnotiz noch zum Verletztenstand: Nics Kopf hat bereits in der Anfangsphase mit Okes Ellenbogen Bekanntschaft gemacht. Eine Platzwunde am Kopf war die Folge, die ein weiteres Mitspielen unmöglich machte. Aller Voraussicht nach, wird er aber am kommenden Wochenende wieder dabei sein. Für das weitere Lazarett heisst es „Warten auf November“…

Tore SC Nahe 08: Oke Knies 6, Norman Saggau 5, Tobias Roberg 4, Michael Bönisch 4, Matthias Kraus 4, Dennis Saggau 1

Liga: Lübecker TS – Herren 26:24