Im Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer aus Travemünde mussten wir auf Jan verzichten, der uns mit einer Knieverletzung voraussichtlich den Rest der Saison fehlen wird. Pascal, Hans und Sören ergänzten die abwesenden Spieler – dennoch konnten wir mit einer schlagkräftigen Truppe auflaufen und hatten einen kleinen “Edelfanblock” mit vielen ehemaligen Spielern aus vergangenen Tagen in der Halle – Dafür nochmal herzlichen Dank. Martin hatte uns auf die Partie gut vorbereitet, das Hinspiel hatten wir vor drei Wochen nur knapp zu Hause verloren. Es galt die Fehler aus diesem Spiel auszumerzen und sich wichtige Punkte zu sichern.

Die Gastgeber konnten mit voller Bank antreten und versuchten mit ihren Abläufen sofort das Spiel an sich zu nehmen. Man merkte in den ersten Minuten aber, dass beide Teams sehr taktisch ausgerichtet waren. In den ersten Minuten fielen zunächst nur wenige Treffern. Wir konnten uns in der Abwehr einige Bälle erkämpfen, waren dann im Angriff aber zu vorschnell im Abschluss. Bis zum 4:3 für die Gastgeber blieb es so ausgeglichen. Dann liessen wir die vorher besprochenen taktischen Vorgaben ausser Acht und fingen uns promt nacheinander mehrere Treffer ein. Die Absprachen in der Abwehr wurden dabei leider nicht mehr richtig eingehalten, weder das Übergeben des ballführenden Spielers, noch die Zuordnung bei Rückraumwürfen. Im Angriff deckte Travemünde sehr offensiv und Rückraumbezogen, was uns im Hinspiel sehr zu gute kam. Wenn wir den Ball mit unseren Konzepten laufen liessen wurde es sofort gefährlich, aber wir verschenkten mehrere Angriffe hintereinander, in denen wir technische Fehler produzierten – Ball frei am Kreis oder auf Aussen nicht gefangen… Weil das nicht zu klappen schien, rundeten wir die Angriffsserie mit eingen unvorbereiteten Würfen ab und lagen prompt 5:11 hinten. Die letzten Minuten vor der Pause waren dann wieder etwas ausgeglichener, auch weil wir zumindest im Angriff den Ball wieder laufen liessen. Mit 11:17 ging es in die Kabine.

Martin war natürlich zu Recht überhaupt nicht einverstanden mit unserem Spiel. Er zeigte sehr klar auf, dass wir selbst uns lediglich im Wege standen. Die Absprachen in der Abwehr mussten unbedingt eingehalten werden und im Angriff mussten wir nur unsere Konzepte spielen und den grossen Raum nutzen, der sich uns bot. Das Ergebnis hatten wir durch unsere eigene Fahrlässigkeit so hochschrauben lassen.

Die Ansprache beherzigten wir in den Anfangsminuten nur zum Teil. In der Abwehr standen wir etwas besser sortiert und im Angriff nahmen wir mehr Zug auf die Lücken auf und konnten uns auf vier Tore heranwerfen. Die hohe technische Fehlerquote in unserer Offensive blieb aber leider erhalten, gespickt mit einigen Fehlpässen luden wir die Gastgeber oft zu Gegenstössen ein. Travemünde spulte weiter seine Konzepte ab, zwar gelang es uns nun öfter Bälle und Pässe zu blockieren, aber zu selten münzten wir das in eigene Treffer um. Verworfene Tempogegenstösse, schlechtes Aufbauspiel in der eigenen zweiten Welle – so blieben wir ausser Reichweite und mussten uns am Ende mit 26:33 geschlagen geben.

Travemünde war ein verdienter Sieger ohne Frage, wir müssen uns selbst aber die eigene Dummheit vorwerfen. Wenn man vorher taktische Dinge bespricht, sollte man diese auch einhalten – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. In den wenigen Phasen des Spiels, in denen wir das beherzigten, lief es gut für uns. Leider war das mal wieder Auswärts nur für kurze Momente so.

Am kommenden Wochenende steht mit der sehr wichtigen Partie in Stockelsdorf die nächste Auswärtspartie an. Wir werden jetzt alle Energie daranlegen, dort mit einer passenden Anwtort als geschlossenens Team aufzutreten und zwei Punkte einzufahren.

Tore SC Nahe 08: Tobias Roberg 6 (2), Michael Bönisch 6, Matthias Kraus 5, Norman Saggau 4, Oke Knies 3, Dennis Saggau 1, Heiko Schlegel 1

Liga: TSV Travemünde – Herren 33:26 (17:11)