Am Samstag abend waren wir zu Gast beim Tabellennachbarn von TuS Lübeck 93. Die Vorzeichen waren gemischt, unser Coach stand uns ebenso wenig zur Verfügung, wie unsere Linkshand Borsti, der weiterhin verletzt pausieren muss. Ansonsten konnten wir auf den gesamten Kader zurückgreifen, mit dem wir uns unter der Woche gut auf die Partie vorbereitet hatten.
Die Partie war, wie so oft, zunächst sehr ausgeglichen. Unsere Defensive stand nicht schlecht, aber wir waren oft zu weit vom Gegner entfernt, der vor allem mit Kreisanspielen und Schlagwürfen zu Torerfolgen kam. Im Angriff erzielten wir immer dann Treffer, wenn wir den Ball laufen liessen und die Abwehr in Bewegung brachten. Leider hatten wir in mehreren Szenen etwas Pech mit dem Ball, gut herausgespielte Angriffe endeten dann mit technischen Fehlern, wenn das Spielgerät nicht richtig mitgenommen oder gefangen wurde. So blieb es bis Mitte der ersten Hälfte beim 6:6 ein Spiel auf Augenhöhe. Nach unseren ersten Wechseln bekamen wir Probleme in der Abwehr, hier stimmte plötzlich die Zuordnung nicht mehr richtig, so dass Lübeck zu einfachen Treffern kam. In einigen Fällen fanden die Würfe durch Freund und Feind hindurch auch irgendwie ihren Weg ins Netz. Das Rückzugsverhalten war hier ebenso mangelhaft, zudem blieb uns das Abschlusspech vorne weiter erhalten. Wir reagierten noch vor dem Wechsel und brachten beim Stand von 14:8 Marek ins Tor und stabilisierten mit leicht verändertem Mittelblock die Abwehr. Marek parierte sofort drei der „irgendwie aufs Tor“ Würfe klasse und davon angetrieben netzten wir im Angriff gleich mehrmals hintereinander ein, so dass es zur Pause 15:12 für die Gastgeber stand.
In der Pause analysierten wir gemeinsam die Schwachpunkte, die ziemlich klar waren. Wir mussten in der Abwehr besser zupacken und die Räume eng machen, im Angriff musste der Ball schnell gemacht werden. Vollgas von allen war gefordert.
Wir starteten gut, erzielten einen Treffer und dann passierte… 5 Minuten auf beiden Seiten nichts. Die Partie ging hin und her, kein Team schaffte es, sich wirklich echte Vorteile zu erarbeiten. Nach rund 10 Minuten stellten wir die Abwehr auf eine devensive 5:1 Variante um und konnten so immer öfter den Ball erkämpfen oder die Lübecker zu einfachen Würfen verleiten (die leider immer mal wieder, wie auch immer, ins Tor trudelten). So kamen wir nach und nach wieder bis auf ein Tor heran, waren im Angriff jetzt sehr effizient. Kurz vor dem Ende gingen wir selbst in unserer Drangphase mit einem Treffer in Front, verpassten es aber hier trotz Chancen nachzulegen. Die Schlussminute war dann ein Spiegelbild des gesamten Spiels: Lübeck hatte 30 Sekunden vor Schluss Ballbesitzt, schloss aber ohne Treffer ab und ermöglichte uns 7 Sekunden vor dem Abpfiff mit Auszeit und kurzer Beratung noch einen Angriff. Gut geplant, aber leider nicht ganz sauber ausgeführt war der letzte Wurf dann etwas zu unplatziert.
Das 28:28 war an diesem Abend sicherlich leistungsgerecht, kein Team kann sich hier beklagen. Natürlich hätten wir gerne beide Punkte entführt, wenn man alleine die Anzahl der technischen Fehler im Angriff zählt, wäre hier auch mehr möglich gewesen. Gleiches gilt für die Abwehr, hier hätten wir noch konzentrierter stehen können.
Wir gehen mit 5 Punkten in die fünfwöchige Pause bis zum Heimspiel gegen Buntekuh. Wir werden alles dafür tun, die austehenden Spiele mit 110% anzugehen und uns weiter nach oben zu kämpfen. Danke für euren Support – habt ein tollen Weihnachtsfest und einen guten Rutsch! Eure Herren!
Tore SC Nahe 08: Tobias Roberg 7, Norman Saggau 6 (1), Oke Knies 6 (3), Michael Bönisch 5, Hans Buhmann 2, Dennis Saggau 2

Liga: TuS Lübeck 93 III – Herren 28:28